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Tollwut

Die Tollwut ist eine Viruserkrankung, an der alle Säugetiere einschließlich des Menschen erkranken können. Der Krankheitsverlauf ist bei ungeimpften Tieren immer tödlich.

Vorbeugung: Eine regelmäßige Impfung bietet umfassenden Schutz. Es gibt bereits mehrere Impfstoffe auf dem Markt, bei deren Verwendung eine Wiederholungsimpfung erst nach 2-4 Jahren (je nach verwendetem Impfstoff) erforderlich ist.

Übertragung: Ursache der Tollwut bei Katzen ist ein Virus, das hauptsächlich durch den Kontakt von Hautwunden (etwa durch Bisse oder Kratzen) mit Speichel übertragen wird. Infizierte Wildtiere, wie Füchse, Dachse, Fledermäuse oder Marder übertragen das Virus auf freilaufende oder streunende Katzen. Die Tollwut-Viren wandern von der Infektionsstelle entlang der Nerven zum Rückenmark und Gehirn der Katze, wo sie ihre Nervenzellen schädigen. Von dort erreichen sie schließlich die Speicheldrüsen, welche große Virusmengen enthalten. Daher wird die Tollwut bei Katzen hauptsächlich über den Speichel übertragen. 

Der Hauptüberträger der Tollwut in Europa ist der Fuchs. In Deutschland wurden bis 2008 Impfköder ausgelegt, um der Verbreitung der Tollwut bei Katzen durch Wildtiere vorzubeugen. Der letzte Tollwut-Fall trat in Deutschland im Jahr 2006 auf.

Symptome: Die Symptome der Tollwut bei Katzen sind vielfältig und lassen sich grob in drei Stadien einteilen:

Während des sogenannten Prodromal- oder Vorläuferstadiums der Tollwut bei Katzen sind die Tiere entweder extrem reizbar oder aber ungewöhnlich zutraulich. Leichtes Fieber bei Katzen ist möglich. Diese erste Phase dauert bis zu 24 Stunden an.

Im darauf folgenden Exzitationsstadium (Erregungsstadium) der Tollwut bei Katzen zeigen sich bei der Katze Symptome wie rasende Wut, Zittern, Bewegungsstörungen, unwillkürlichen Bewegungen, Aggressivität und vermehrter Speichelfluss. Das Exzitationsstadium hält zwischen zwei und vier Tagen an.

In der Endphase der Tollwut bei Katzen, welche ein bis vier Tage dauert, lassen Unruhe und Aggressivität nach, die Katze ist nahezu vollständig gelähmt und erleidet Schüttelkrämpfe. Die Symptome aller Tollwut-Phasen treten nicht verbindlich auf und können sich gegebenenfalls überschneiden. Letztlich verstirbt die Katze an der Tollwut.

 

Die Krankheit ist meldepflichtig, an ihr verstorbene Tiere dürfen nicht im eigenen Garten vergraben werden!